Mehr als nur ein paar Schuppen!

Über 2 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Form der Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt.

Diese nicht ansteckende, chronische und meist in Schüben auftretende Hautkrankheit zeigt sich durch rötliche Flecken, die mit matt silbrigen Schuppen bedeckt sind (Plaque) und oft mit Entzündungen und Juckreiz einhergehen.

Die typischen Symptome dieser erblich bedingten Erkrankung sind Folge eines unkontrollierten Wachstums der Oberhaut:

Während bei gesunder Haut sich die oberste Hautschicht innerhalb von 28 Tagen erneuert, gelangen die neuen Zellen bei Psoriatikern 7 mal schneller an die Hautoberfläche. Dadurch ergibt sich eine „überschüssige“ Zellablagerung, die sich stellenweise auf der Haut aufeinanderschichtet.

Schuppenflechte/Psoriasis

New Text

Die Psoriasis gehört zu den systemischen Erkrankungen, d.h. sie betrifft den ganzen Körper. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko, dass im Verlauf der Erkrankung z.B. Gelenke (Psoriasis-Arthritis) oder auch Organe mit betroffen werden können.
Mit über 80% aller bekannten Fälle gehört die Psoriasis vulgaris („gewöhnliche“ Schuppenflechte) zu der häufigsten Form der Schuppenflechte. Dabei wird in zwei Typen unterschieden:

  • Typ I = Frühtyp, die Krankheit bricht vor dem 40. Lebensjahr auf und
  • Typ II = Spättyp, der erst ab dem ca. 5 Lebensjahrzehnt auftritt

Weitere bekannte und recht häufig vorkommende Formen der Schuppenflechte, auf die an dieser Stelle nicht im Detail eingegangen werden kann, sind unter anderem Psoriasis capitis (Kopfpsoriasis), Psoriasis palmaris et plantaris (Hand- und Fußpsoriasis), Nagel-Psoriasis und Psoriasis arthritis

Zur genauen Diagnose Ihrer Haut befragen Sie bitte Ihren Arzt!

Auch wenn Schuppenflechte zu den erblichen Krankheiten gehört, muss man nicht unbedingt selbst daran erkranken. Dennoch gibt es Faktoren, welche - bei einer vorhandenen Disposition - die Schuppenflechte auslösen können. Dazu zählen u.a.:

  • Stress
    sowohl in Form seelischer oder auch körperlich hoher Belastung
  • Nachwirkungen
    eines Infekts wie Grippe oder Angina (Mandelentzündung)
  • Hormonelle Wechsel
    z.B. in der Pubertät oder in der Menopause (Wechseljahre)
  • Diverse Medikamente
  • Übergewicht
  • hoher Alkoholkonsum
  • Rauchen

WAS KANN ICH SELBST TUN?

Voraussetzung: Zur Bestimmung Ihrer Hauterkrankung, als auch bei starken, akuten Beschwerden konsultieren Sie bitte immer zunächst Ihren Hautarzt. Der stimmt mit Ihnen eine individuelle Therapie ab, die auch dermatologisch begleitet wird. Durch den Arzt lernen Sie den bestmöglichen Umgang mit Ihrer Form der Psoriasis.

Es gibt darüber hinaus einiges, was Sie selbst tun können, um Ihre Beschwerden in den Griff zu bekommen. Im Folgenden eine Auswahl an Möglichkeiten, die Erscheinungsformen von Psoriasis selbst zu regulieren.

Schuppen lösen durch richtiges Baden

Häufig entstehen bei der Psoriasis vulgaris an Ellenbogen, Knie, auf dem Rücken bis hin zur Steißregion die typischen roten, entzündlichen Hautstellen mit silbrig-weißer Schuppung (Plaques), die in vielen Fällen mit Juckreiz verbunden sind.

Voraussetzung für eine wirksame Basispflege oder Therapie ist zunächst die Befreiung von äußeren Schuppen, die schon zur Linderung der Beschwerden verhelfen können. Da bieten sich Vollbäder an, aber Vorsicht: Zu häufiges Baden und insbesondere mit parfümierten, synthetischen oder auf Kochsalz basierenden Badezusätzen, trocknet die Haut aus!

Bewährt haben sich seit Jahrzehnten Bäder mit Original Totes Meer Badesalz:

Bereits in den frühen 1970er Jahren wurden Studien am Toten Meer durchgeführt, bei denen die therapeutische Wirkung von Bädern in diesem einzigartig mineralienreichen Meer dokumentiert wurde. Heute gehört der Einsatz von Solebäder mit Original Totes Meer Badesalz zum Standard-Programm bei Schuppenflechte,

  • um überschüssige Haut-Schuppen zu lösen (physikalische Entschuppung),
  • die Feuchtigkeit in der Haut zu verbessern und zu binden.

Die Wirkung von regelmäßigen Bädern z.B. mit dem naturreinen DermaSel Original Totes Meer Badesalz wird dem den hohen Magnesiumgehalt dieses Mineraliensalzes zugeschrieben. In einem körperwarmen Vollbad (ca. 36 - 37°) wird, neben der Lockerung der Schuppen, die Flüssigkeitsbewegung in der Haut angeregt. Dieser osmotische Prozess verhilft zur Hautdurchfeuchtung und Verbesserung des Hautstatus bei Schuppenflechte.

Pflegen, pflegen, pflegen

Zur Basisbehandlung einer Schuppenflechte gehört die kontinuierliche Pflege der Haut. Der regelmäßige Einsatz geeigneter Pflegeprodukte kann helfen, das Auftreten von neuen entzündlichen Herden zu verzögern. Hier einige Tipps:

  • Ziel einer Pflege ist es, die obere Schuppenschicht zu lösen und die Haut geschmeidig, elastisch zu halten, um Rissbildungen und Entzündungen entgegenzuwirken.
  • Vermeiden Sie grundsätzlich parfümierte Produkte, die ein zusätzliches Allergierisiko bedeuten und die Haut reizen könnten.´
  • Verwenden Sie beim Waschen geeignete Reinigungspräparate mit milden Waschsubstanzen, für den Körper z.B. die Basispflege DermaSel® Therapie Creme-Öldusche mit Totes Meer Salz MagnesiumPLUS.

Für die von Schuppen und Juckreiz betroffene Kopfhaut stehen in der Apotheke z.B. das  DermaSel® Therapie Anti-Schuppen Shampoo oder DermaSel® Therapie Juckende Kopfhaut Shampoo zur Verfügung, die ebenfalls mit dem Wirkstoff Totes Meer Salz MagnesiumPLUS angereichert sind.

Cremen Sie sich regelmäßig ein, um die Elastizität der Haut zu bewahren bzw. zu verbessern und vor weiterer Trockenheit und Entzündungen zu schützten. Körperpflege-Präparate, die sowohl feuchtigkeitsspendend und leicht rückfettend wirken und dabei der Haut eine gewisse Luftdurchlässigkeit gewähren, unterstützen Sie dabei, z.B. DermaSel® Therapie Trockene Haut Körperlotion.

Gut vorbereitet auf den nächsten Schub

Die Schuppenflechte tritt meistens schubweise auf und eine Vorwarnung gibt es leider nicht. In dieser Zeit sollten Sie Ihren behandelnden Arzt befragen. In Abhängigkeit vom Schweregrad des Schubes bzw. Ihrer Symptome kann er Ihnen die notwendige Behandlung empfehlen.

Bei den ersten Anzeichen eines Schubes reicht die tägliche Basispflege nicht aus, sondern es bedarf zusätzlicher Präparate, die zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden können. So kann z.B. das Medizinprodukt DermaSel® Therapie Schuppenflechte Salbe ihre erste und direkte Behandlungsmaßnahme sein, um die Haut wieder in einen verbesserten Zustand zu bringen. Bei Juckreiz hat sich die regelmäßige Anwendung z.B. des DermaSel® Therapie Juckreiz Akut Balsam bewährt.

ALLGEMEINE TIPPS

Sie haben selbst die Möglichkeit zu versuchen, durch eine bewusste Lebensweise und das Einhalten einiger Rahmenbedingungen die Abstände zwischen den Schüben zu verlängern. Hier einige Tipps dazu:

New Text

Vertrauen Sie Ihrem Arzt

Befolgen Sie bitte unbedingt immer die Therapie-Hinweise Ihres behandelnden Arztes. Sie und Ihr Arzt kennen den Status Ihrer Haut am besten.

New Text

Hautpflege ist das A und O

Bitte denken Sie daran, dass Ihre Haut besonderer Zuwendung bedarf – also seien Sie gut zu ihr und pflegen sie intensiv.

New Text

Ernähren Sie sich bewusst

Überprüfen Sie, ob Ihre Ernährung mit verantwortlich ist für einen Schub, indem Sie bei einem Schub notieren, was Sie gegessen haben. Vielleicht liegt eine Unverträglichkeit vor, z.B. gegen Milch oder Gluten. Fragen Sie Ihren Arzt oder sprechen Sie mit einer Ernährungsberaterin über Möglichkeiten der verbesserten Ernährung bei Schuppenflechte.

New Text

Unbedingt vermeiden

Verzichten Sie bitte unbedingt auf das Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum!

New Text

Bleiben Sie entspannt!

Gönnen Sie sich Ruhephasen im Alltag und bewusste Aus-Zeiten, die Sie z.B. mit autogenem Training, Yoga oder anderen Entspannungstechniken nutzen – nur für sich selbst!

Weitere Informationen als auch Tipps finden Sie in der DermaSel® Therapie Medizinprodukte-Broschüre in unserem Downloadbereich. WICHTIG: Bei anhaltenden Beschwerden konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.


Quellen:
Yael Adler: Hautnah. Alles über unser größtes Organ. Drömer Verlag 2016
Yael Adler: Hautkrankheiten im Blick. Ein Fotoatlas. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, 3. Auflage, Stuttgart 2016
J Arndt: Salt from the Promised Land Helps Psoriasis Patients, in: Ärztliche Praxis, 34(48), 1982.