Sie sind nicht allein!

Insgesamt haben über 30 Prozent aller Deutschen die Anlage zur Neurodermitis, etwa 3 Millionen erkranken daran.

Damit gehört Neurodermitis, auch Atopische Dermatitis/atopisches Ekzem genannt, zu einer der häufigsten Hautkrankheiten. Bei der Neurodermitis handelt es sich um eine nicht ansteckende, chronisch-entzündliche Erkrankung der Haut, die in Schüben verläuft. Ihre Symptome sind vornehmlich ein sehr trockener Hautzustand mit Rötungen, der von einem quälenden Juckreiz begleitet wird. Graduell wird diese Hautkrankheit in drei Kategorien unterschieden. Zur genauen Diagnose Ihrer Haut befragen Sie bitte Ihren Arzt.

Klassifikation gemäß SCORAD
Index/Score of Atopic Dermatitis:

1. Leichte Neurodermitis:

Vorübergehende Rötung der betroffenen Körperstellen. Die Haut ist extrem trocken, leicht reizbar und bildet Schuppen.

2. Mittelschwere Neurodermitis:

Stärkere Rötungen und ausgeprägter Juckreiz. Es sind Papeln vorhanden, knotige, rötliche Verdickungen der Haut wie bei allergischen Ausschlag.

3. Schwere Neurodermitis:

Sehr stark gereizte, hochrote und nässende Ekzemen, heftiger Juckreiz. Zahlreiche Papeln und Pusteln finden sich meist zusätzlich auf der Haut.

Bei Neurodermitis liegt u.a. eine Störung der Hautbarriere vor. So fehlen der Hornzellschicht insbesondere Feuchtigkeit und Fette, die Zellen sind dadurch durchlässiger und anfälliger für Fremdstoffe wie Allergene, Bakterien oder andere für die Haut schädliche Stoffe. Dadurch verliert die Haut erneut schneller Feuchtigkeit, wird sehr trocken und überaus empfindlich. Begleitet wird diese Erkrankung durch starken Juckreiz.

Das Krankheitsbild Neurodermitis und ob Sie daran erkrankt sind, kann nur Ihr Hautarzt feststellen. Allgemein Wissenswertes finden Sie auch in der Patienteninformation der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V..

WAS KANN ICH SELBST TUN?

Voraussetzung: Zur Bestimmung Ihrer Hauterkrankung, als auch bei starken, akuten Beschwerden konsultieren Sie bitte immer zunächst Ihren Hautarzt. Der stimmt mit Ihnen eine individuelle Therapie ab, die auch dermatologisch begleitet wird. Durch den Arzt lernen Sie den bestmöglichen Umgang mit Ihrer Neurodermitis.

Es gibt darüber hinaus einiges, was Sie selbst tun können, um Ihre Beschwerden in den Griff zu bekommen. Im Folgenden eine Auswahl an Möglichkeiten, die Symptome von Neurodermitis selbst zu regulieren.

Pflegen, pflegen, pflegen

Die trockene Haut, insbesondere die Neurodermitis-Haut, braucht Hilfe – sowohl in der schubfreien Zeit, als auch in akuten Phasen. Helfen Sie ihr und verlängern Sie mitunter die Ruhephase zwischen den Akutschüben durch eine regelmäßige und kontinuierliche Pflege mit für Ihre Haut passenden Präparaten zur Basispflege. Das bedeutet ein festes Reinigungs- und Pflegeritual, bei dem Sie bitte folgende Empfehlungen beachten:

 

  • Waschen Sie sich nicht zu häufig und verwenden Sie keine reizenden, beschwerenden Reinigungsprodukte, sondern milde Waschsubstanzen z.B. mit der Basispflege DermaSel® Therapie Creme-Öldusche für den Körper und/oder DermaSel® Therapie Anti-Schuppen Shampoo oder DermaSel® Therapie Juckende Kopfhaut Shampoo.
  • Cremen Sie Ihre Haut mindestens zweimal täglich ein! Führen Sie Ihrer Haut dabei ausreichend Feuchtigkeit und rückfettende Substanzen zu, ohne sie zu belasten. Verzichten Sie auf parfümierte Präparate in der Basispflege für Tag und Nacht z.B. DermaSel® Therapie Trockene Haut Körperlotion.

Wenn der nächste Ausbruch droht

Oft kommt er unerwartet, doch manchmal spüren Sie die ersten Anzeichen, dass die Neurodermitis sich wieder lauter als sonst meldet. Nehmen Sie diese Anzeichen ernst und kümmern Sie sich verstärkt um Ihre Haut, vor allem jedoch: bleiben Sie entspannt! Stress zählt zu den wesentlichen Trigger-/Auslöserfaktoren für einen neurodermitischen Schub.

Neben der täglichen Basispflege, werden jetzt zusätzlich gezielt wirkende Präparate mit feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Eigenschaften benötigt. Mehrfach am Tag angewendet und auf die besonders betroffenen Stellen aufgetragen, können Salben oder Balsame helfen, die Verschlimmerung der Symptome frühzeitig zu lindern. So kann z.B. das Medizinprodukt DermaSel® Therapie Neurodermitis Salbe ihre erste und direkte Behandlungsmaßnahme sein, um die Haut wieder in einen verbesserten Zustand zu bringen. Bei stärker werdender Hautreizung hat sich die regelmäßige Anwendung z.B. des DermaSel® Therapie Juckreiz Akut Balsam bewährt.

Weitere Informationen als auch Tipps finden Sie in der DermaSel® Therapie Medizinprodukte-Broschüre als auch in der Patientenbroschüre des DHA in unserem Downloadbereich.
WICHTIG: Bei anhaltenden Beschwerden konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.


Quellen:
Yael Adler: Hautnah. Alles über unser größtes Organ. Drömer Verlag 2016
Yael Adler: Hautkrankheiten im Blick. Ein Fotoatlas. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, 3. Auflage, Stuttgart 2016
Werfel T, Schwerk N, Hansen G, Kapp A: The diagnosis and graded treatment of atopic dermatitis (Diagnostik-und-Stufentherapie-der-Neurodermitis) In: Deutsches Ärzteblatt International 2014; 111: 509–20.