Juckreiz braucht kein Mensch!

Die körpereigene Foltermethode – so könnte Juckreiz (Pruritus) umschrieben werden. Mit seinen vielfältigen Ursachen und Auslösern, kann er in den meisten Fällen die Lebensqualität beeinträchtigen.

Juckreiz (Pruritus) wird als eine unangenehme Sinnesempfindung definiert, die das Verlangen auslöst, sich zu kratzen. Wenn Juckreiz länger als 6 Wochen anhält, sprechen die Mediziner von chronischem Pruritus. Die Häufigkeit von chronischem Pruritus im allgemeinmedizinischen Krankengut (in Deutschland) wird auf etwa 8% geschätzt.

Immer wiederkehrender oder anhaltender Juckreiz hat verschiedene Ursachen. Er kann eine Lebensmittel-Unverträglichkeit signalisieren, sich als Symptom bei psychischen Problemen manifestieren oder durch Putzmittel, die als Auslöser nicht erkannt und weiterverwendet werden, bemerkbar machen. Häufig tritt chronischer Juckreiz bei trockener Haut auf und bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte.

Ihr behandelnder Arzt kann zusammen mit Ihnen herausfinden und definieren, welche Ursachen Ihr Juckreiz hat, um dann die richtige Behandlungsmethode festzulegen.

Was kann ich selbst tun?
Es gibt einige Tricks, die helfen können, Ihren Juckreiz zu lindern.
Dazu gehören zum Beispiel:

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Gezielte Hautpflege

Neben der kontinuierlichen Basispflege können Hautpflegeprodukte in einer leichten Konsistenz helfen, den Juckreiz zu lindern. Mittel mit kühlendem Effekt und der Eigenschaft, auf natürlichem Wege die Hautfeuchtigkeit in den Zellen zu bewahren und so den trockenheitsbedingten Juckreiz zu mildern, schaffen Linderung. Auf Basis des osmotischen Prinzips funktioniert z.B. das Medizinprodukt DermaSel® Therapie Juckreiz Akut Balsam mit Totes Meer Salz MagnesiumPLUS.

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Sanfte Hände

Halten Sie Ihre Fingernägel möglichst kurz geschnitten, um Wunden, die z.B. beim nächtlichen Kratzen entstehen, zu vermeiden. Bei sehr starkem Juckreiz empfiehlt sich sogar, über Nacht Baumwoll-Handschuhe zu tragen. Beim Handtieren mit Putzmittel bitte unbedingt Handschuhe tragen!

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Kümmern Sie sich um sich selbst und ignorieren Sie häufig auftretenden Juckreiz nicht! Ihr Arzt steht Ihnen mit Erfahrung und Rat zur Seite, um diese „unangenehmen Empfindungen“ soweit es geht zu lindern.
Wir wünschen Ihnen gute Besserung!


Quellen:
Dr. med. Martin Metz: Management des chronischen Pruritus: Definition und Krankheitslast. Vortrag 20. GD Jahrestagung, 16. März 2016
Kurzfassung der S2k-Leitlinie 013/048: Diagnostik und Therapie des chronischen Pruritus, aktueller Stand: 05/2016